Schaptschize/ Weißrussland   

Wir als Schule kamen an  Schaptschize durch das Engagement eines Einzelnen.

Unser inzwischen pensionierter Lehrer Eckart Schewe initierte vor etwa 10 Jahren zu Weihnachten aus dem Lehrerzimmer heraus plötzlich eine riesige Paketaktion. Tagelang lief er mit Adressenlisten herum, die an die Eltern gebracht werden sollten. Jede/r Kollegin/Kollege wurde einbezogen um das weißrussische Dorf Schaptschize mit Lebensmitteln zu versorgen. Auch Geld für den Transport konnte gern auf das vom Sachsenhäger Pastor Josef Kalkusch gegründete Konto überwiesen werden.

Die Ende November stapelweise von den Eltern abgegebenen Pakete wurden dann von  Herrn Schewe, unserer Sekretärin und Frau Blome-Unger  entweder nach Hagenburg, aber auch schon mal nach Bad Münder geschafft, weil dort die Transport-LKWs warteten.

Ab sofort besuchten uns jedes Jahr die eingereisten Weißrusslandkinder in der Schule. Manche kamen mehrfach, da es immer wieder Patenfamilien gab, die sich als Gastgeber zur Verfügung stellten! Jedes Jahr versuchten wir den Kindern in ihrem Erholungsurlaub an einem Vormittag einen kleinen Einblick in unser Schulleben zu geben, frühstückten zusammen, versuchten uns an russischen Wörtern, bezogen sie in unser Schulkonzert ein und radebrechten mit Hilfe der russischen Übersetzerinnen. Immer tauschten wir kleine Geschenke aus. 

Jedes zweite Jahr veranstalten wir seitdem einen Osterbasar, dessen Reinerlös auf das Konto der Tschernobylhilfe geht, Sammlungen bei der Einschulung stocken das Konto ebenfalls auf. Es bestehen über die Begleitpersonen lockere Kontakte zu Schulleitung und dem  Kindergarten in Schaptschize. Wir versorgen die Schule z.B. auch mit Fibeln und Lesebüchern, für die wir keine Verwendung mehr haben.

In unserer Schule wurden immer wieder Diavorträge  und Informationsabende des Arbeitskreises Tschernobyl  gehalten.

P.S.

Da die Schule in Schaptschize im letzten Jahr geschlossen wurde, sind wir heute noch ein bisschen für den Kindergarten zuständig und unterstützen mit den eingehenden Geldern des Osterbasars über die Tschernobylhilfe auch Bewohner des Ortes.

Mehr über den Arbeitskreis Tschernobyl